Die in Kiew geborene Pianistin Lilian Akopova konzertiert bereits seit ihrem siebten Lebensjahr auf internationalen Bühnen. Zwischen 1996 und 2010 nahm sie an 14 internationalen Klavierwettbewerben teil und wurde jedes Mal mit einem Preis ausgezeichnet – darunter sechs erste Preise. Zu den bedeutendsten Erfolgen zählt ihr Gewinn des Busoni-Wettbewerbs in Bozen sowie des internationalen Klavierwettbewerbs „Roma“ im Jahr 2005. Im April 2024 folgte sie einer Einladung der Präsidentin dieses Wettbewerbs, Marcella Crudeli, und trat als Ehrengast in ihrem römischen Salotto auf.
Ihr Debüt feierte Lilian Akopova im Alter von 13 Jahren im Großen Saal des Moskauer Tschaikowsky-Konservatoriums. Es folgten Auftritte in renommierten Häusern wie dem Konzerthaus Berlin, der Berliner Philharmonie, dem Herkulessaal der Münchner Residenz, dem Gasteig, dem Wiener Musikverein, dem Bukarester Athenäum, der Philharmonie Kiew, der Salle Cortot in Paris, dem Palau de la Música in Valencia und dem Teatro Bibiena in Mantua.
Als Solistin konzertierte sie mit dem Münchener Kammerorchester, dem Staatlichen Orchester Kiew, dem Haydn-Orchester, der Orquestra Sinfónica Portuguesa, dem Spanischen Radiosinfonieorchester und der George Enescu Philharmonie Bukarest unter Dirigenten wie Arthur Fagen, Volker Schmidt-Gertenbach und Julia Jones. Zudem war sie bei internationalen Festivals zu hören, darunter der Kissinger Sommer, die Mozartiade in Augsburg, das Festival de Musique de Menton, das Festival Jeunes Talents in Paris, das Internationale Kammermusikfestival in Stavanger und das Festival Internazionale di Pianoforte in Rimini.
Ein besonderes Kapitel bildet ihre Zusammenarbeit mit Martin Stadtfeld, einem der führenden Bach-Interpreten unserer Zeit. 2022 gründeten beide ein Klavierduo, dessen Debüt in Augsburg vom Publikum mit stehenden Ovationen gefeiert wurde. Darüber hinaus pflegt Lilian Akopova eine rege kammermusikalische Tätigkeit mit Partnern wie Nicolas Koeckert, Christel Lee, Lena Neudauer, Matthias Well, Zheng Wenxiao, Julius Berger, Valentin Radutiu, Wen-Sinn Yang und Roman Patkoló.
Ihre Diskografie umfasst rund zehn CDs, die ihre Virtuosität, Vielseitigkeit und stilistische Bandbreite dokumentieren. 2023 wurde sie gemeinsam mit dem Geiger Matthias Well für die CD Jazzissimo für den Opus Klassik nominiert. Zudem veröffentlichte Sony Classical im selben Jahr drei digitale Singles des Duos Stadtfeld & Akopova. Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehübertragungen auf Sendern wie ARTE, BR, Deutschlandfunk Kultur, NDR Kultur, RAI, France Télévisions, TV Romania und dem ukrainischen Fernsehen zeugen von ihrer internationalen Präsenz.
Lilian Akopovas Repertoire umfasst mehrere Hundert Werke aus allen Epochen, die sie größtenteils auswendig spielt. Ihre Fähigkeit, neue Werke in kürzester Zeit zu erarbeiten, macht sie zu einer gefragten Künstlerin auch bei kurzfristigen Engagements. Prägend war ihr Studium bei Elisso Virsaladze an der Hochschule für Musik und Theater München. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie in Meisterkursen u. a. bei András Schiff und Paul Badura-Skoda. Zahlreiche Stipendien, darunter von Yehudi Menuhin Live Music Now, unterstützten ihren Weg.
Neben ihrer Konzerttätigkeit widmet sich Lilian Akopova seit über zehn Jahren mit Leidenschaft der Ausbildung junger Musiker:innen. Seit 2019 ist sie Hauptdozentin für Klavier und Kammermusik an der Kalaidos Musikhochschule Zürich und gibt regelmäßig Meisterkurse in ganz Europa.
Ein Herzensanliegen ist ihr soziales Engagement: 2016 gründete sie die Lilian Akopova Foundation for Children, die sich der Unterstützung kranker Kinder widmet.